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Artikel der aktuellen Ausgabe
DT Nr. 56 vom 08.05.2008
„Der Embryo ist keine Rechtsperson“
Von Stefan Rehder
Mit seiner Entscheidung, wonach gesetzlich geregelte vorgeburtliche Kindstötungen zwar „straffrei“, aber dennoch „rechtswidrig“ sind, hat das Bundesverfassungsgericht Staat und Gesellschaft einen wahren Bärendienst erwiesen, wie der Rechtsphilosoph Reinhard Merkel auf einer Tagung der Juristen-Vereinigung Lebensrecht bewies.
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Berliner Vorwahlkampf
Von Martina Fietz
Der Wahlkampf hat begonnen. Die Debatten um Steuersenkungen, Rentenbonus, Pendlerpauschale und den nationalen Sicherheitsrat zeigen aber vor allem eines: Es geht bei der SPD wie auch bei CDU und CSU nicht allein darum, in die günstigste Ausgangsposition für das nächste Wählervotum zu gelangen. In allen Parteien geht es auch um die Macht. Es geht um die Frage, wie stark die Spitzenkräfte derzeit sind und wer sich für künftige Rollenverteilungen wie in Stellung bringen kann.
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Aufschwung für Kubas Kirche
Hoffnung für die Katholiken der Karibikinsel – Neubau eines Priesterseminars bei Havanna – Missionsbenediktiner gründen Niederlassung
Von Carl-H. Pierk
Der im November 1994 zum Kardinal ernannte Erzbischof von Havanna, Jaime Kardinal Ortega y Alamino, weiß, wie weit die katholische Kirche Kubas von ihrem einstigen Einfluss noch entfernt ist. Während der diplomierte Literaturwissenschaftler zwischen 1956 und 1964 in Havanna das Priesterseminar besuchte, vertrieben die Revolutionäre um Fidel Castro nicht nur den US-freundlichen Diktator Fulgencio Batista, sondern auch zwei Drittel aller Geistlichen von der Insel, schafften den Katholizismus als Staatsreligion ab und verstaatlichten sämtliche kirchlichen Schulen. Auch wenn heute kein Priester mehr fürchten muss, ins Arbeitslager gesteckt zu werden wie Ortega selbst 1966/67, ist Nachwuchs knapp.
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„Die Wahrheitssuche ist schwieriger geworden“
Kardinäle, Päpste und ein über 200-jähriges Versprechen – Ein Gespräch mit dem polnischen Primas Jozef Glemp
Jozef Kardinal Glemp, geboren 1929 in der mittelpolnischen Kleinstadt Inowroclaw, führte die Kirche in Polen durch die dunkle Epoche des Kriegsrechts unter General Jaruzelski in die neugewonnene Freiheit. Auch wenn der polnische Primas seit fast einem Jahr nicht mehr als Erzbischof der Warschau fungiert – für viele Polen ist er noch immer die wichtigste kirchliche Stimme im Land. Dabei liegt dem unermüdlich reisenden und arbeitenden Kardinal nach den ideologischen Kämpfen besonders ein Projekt am Herzen: Die Errichtung des „Nationalen Schreins der Göttlichen Vorsehung“, die Erfüllung eines über zweihundertjährigen Versprechens. Was es damit auf sich hat, erklärte er Stefan Meetschen in seiner Residenz in Wilanow bei Warschau.
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